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Welche Unterlagen benötigt man für den Immobilienverkauf?

Welche Unterlagen benötige ich für den Verkauf meiner Immobilie?
Wer seine Immobilie verkaufen will, merkt schnell: Ein schönes Exposé ist nur der Anfang. Spätestens wenn die Bank die Finanzierungsanfrage eines Interessenten prüft, müssen eine Menge Unterlagen eingereicht werden.
Wenn Sie erst dann anfangen, diese Unterlagen zu besorgen, kann es zu langwierigen Verzögerungen kommen oder der Interessent gar abspringen, wenn er zwischenzeitlich eine andere Immobilie findet. Denn insbesondere die Anforderung von Unterlagen von Behörden kann Wochen oder gar Monate dauern, da die Wartezeiten oft lang sind und Akten manchmal erst aus Archiven herausgesucht werden müssen.
Eine rechtzeitige und gute Vorbereitung ist also äußerst wichtig für einen möglichst reibungslosen Ablauf des Immobilienverkaufs!
Hier ist eine Liste der wichtigsten Dokumente, die Sie zu Beginn der Vermarktung griffbereit haben sollten:
  • Aktueller Grundbuchauszug: Er gibt Auskunft über Eigentumsverhältnisse und Belastungen (und sollte nicht älter als 3 Monate sein).
  • Energieausweis: Für die meisten Gebäudearten gesetzlich verpflichtend bereits bei der ersten Besichtigung!
  • Grundrisse & Schnitte: Maßstabsgetreue Zeichnungen (am besten bemaßt), damit der Kaufinteressent die mögliche Nutzung und seine EInrichtung planen kann.
  • Flurkarte (Liegenschaftskarte): Zeigt die genaue Lage und die Grenzen des Grundstücks.
  • Wohnflächen- und Kubaturberechnung: Ein einfacher Grundriss reicht meist nicht; die Bank verlangt für die Wertermittlung eine detaillierte Berechnung der Wohnfläche und des umbauten Raumes (Kubatur).
  • Baubeschreibung, Zeichnungen: Dokumentiert, was offiziell genehmigt wurde (besonders wichtig auch bei nachträglich ausgebauten Dachböden oder Anbauten).
  • Nachweise über erfolgte Modernisierungen und Sanierungen: Rechnungen der letzten 10–15 Jahre (Dach, Heizung, Fenster, Dämmung), um den Zustand zu belegen.
Wenn Sie eine Eigentumswohnung verkaufen, kommen spezifische Unterlagen hinzu:
  • Teilungserklärung: Regelt, was Sondereigentum (Ihre Wohnung) und was Gemeinschaftseigentum ist.
  • Protokolle der Eigentümerversammlungen: Meist der letzten drei Jahre (zeigen geplante Sanierungen oder Konflikte in der Gemeinschaft).
  • Hausgeldabrechnungen & Wirtschaftsplan: Geben Aufschluss über die monatlichen Kosten und die Instandhaltungsrücklage.

Je nach Einzelfall, können auch noch weitere Dokumente hinzukommen, z. B. aktuelle Mietverträge, Auskünfte aus dem Baulastenverzeichnis oder Eintragungsbewilligungen zu Grundbucheinträgen.

 

Alle Unterlagen sollten zur Weiterleitung an ernsthafte Interessenten und deren Banken unbedingt in digitalisierter Form vorliegen.

 

Viele Privatverkäufer unterschätzen den Zeitaufwand und die Komplexität der Unterlagenbeschaffung. Genau hier liegt einer der größten Mehrwerte einer professionellen Maklerbeauftragung. Ein guter Immobilienmakler tut weit mehr, als nur Fotos zu machen: Er weiß nicht nur, dass diese Unterlagen fehlen könnten, sondern auch, wo er sie bekommt und fordert sie - wann immer möglich - proaktiv an, damit sie vorhanden sind, wenn sie gebraucht werden. So präsentiert man der Bank des Kaufinterssenten eine vollständige Akte, die eine schnelle Finanzierungszusage ermöglicht.